Dienstag, 30. Juni 2020

Vorbereitung Bauantrag

Seit unserem letzten Post vom 06. Juni ist nun schon wieder einige Zeit vergangen. Wir sind noch nicht ganz so weit wie gehofft...aber es geht immer weiter, also hier ein neues Update.

Im letzten Post bereits hatten wir bereits geschrieben, dass sich das Bauzeichenbüro Willerscheid kurz nach dem Bemusterungstermin am 03.06.20 bei uns am 05.06.20 gemeldet hat. Frau Willerscheid erstellt für die Fa. Isowoodhaus, holz&raum in Rönkhausen die Bauvorlagen für den Bauantrag.


Wir haben uns sehr gefreut, dass das so schnell ging und uns direkt daran gemacht, die in der Mail benannten Themen zu bearbeiten. Diese umfassen die folgenden Punkte, welche für den Bauantrag benötigt werden:
  • topographische Aufnahme vom Vermesser  -> liegen bereits vor
  • Bestandsunterlagen der Versorger (Wasser, Strom, Multimedia, Gas) -> haben wir direkt bei den Versorgern angefordert, wenige Tage später erhalten und weitergegeben
  • Bodengutachten -> soll nach telefonischer Rücksprache mit Isowood im April sowie nach Abstimmung bei der Bemusterung von Isowood beauftragt werden
  • Möbel-Liste
  • Bauherren für den Bauantrag
  • Küchenplan
  • Garagenplan

Frau Willerscheid hatte so innerhalb der folgenden Woche von uns alle benötigten Unterlagen vorliegen bis auf das Bodengutachten, welches von Isowood beauftragt werden sollte. Leider kann Frau Willerscheid erst mit der Erstellung der Unterlagen beginnen, wenn auch dieses vorliegt. Also haben wir bei Isowood nochmal nachgefragt, ob es denn bereits beauftragt ist oder ob es schon einen Termin dafür gibt. Siehe da, Isowood hat das Bodengutachten drei Wochen nach Bemusterung noch nicht in Auftrag gegeben, obwohl wir im April bereits telefonisch abgestimmt hatten, dass das Gutachten von Isowood beauftragt wird und das Thema Anfang Juni bei der Bemusterung ebenfalls besprochen wurde. Nach ein wenig hin und her telefonieren hat Isowood schließlich mit dem aktuellen Stand der Planung das Bodengutachten beauftragt und Frau Willerscheid die Freigabe erteilt, ohne das Gutachten mit der Erstellung der Bauantragsunterlagen zu beginnen.


Wahrscheinlich wird beides aber noch ca. 2-3 Wochen Zeit in Anspruch nehmen, sodass wir den Bauantrag erst im Juli stellen können. Schade, wir hatten gehofft, diesen Punkt noch im Juni abzuschließen :)


Unser Fazit soweit: Alle Beteiligten haben viel zu tun und die Schritte dauern länger als gedacht und in anderen Isowood Bauherren-Blogs gelesen. Die Abstimmung und die Prozesse sind leider nicht ganz klar, laut Isowood wurde der Ablauf vor kurzem leicht angepasst und dadurch hakt es noch an der ein oder anderen Stelle.


Positiv anzumerken ist auf jeden Fall, dass Frau Willerscheid sehr freundlich, hilfsbereit und gut strukturiert ist. Sie konnte uns bisher in allen Punkten sehr gut weiterhelfen, und wir fühlen uns gut aufgehoben, an dieser Stelle in großes Lob!


Drücken wir die Daumen, dass es zügig weiter geht!

Samstag, 6. Juni 2020

1. Bemusterung

Am Mittwoch (03.06.) hatten wir unsere erste Bemusterung in Rönkhausen (ja richtig gelesen, trotz Corona konnten wir diese glücklicherweise vor Ort durchführen). Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen aufgeregt war, schließlich sollten wir schon viele wichtige Punkte entscheiden, auf die wir uns aber auch gut vorbereitet hatten. Zeitlich passt der Termin gerade noch so in den Isowood Zeitplan, nach dem die 1. Bemusterung maximal 3 Monate nach Vertragsunterschrift stattfindet. Da wir Ende Februar unterschrieben haben, hätte es eigentlich bis Ende Mai erledigt sein müssen. Wir hatten aber selber Urlaub für Ende Mai geplant, sodass wir bei der Vertragsunterschrift Anfang Juni für die Bemusterung abgestimmt hatten. Der Urlaub ist zwar durch Corona bedingt ausgefallen, der Termin konnte jedoch leider nicht mehr vorgezogen werden, also blieb es beim 03. Juni.

Herr Mester empfing uns freundlich und erklärte, dass wir keinen Mundschutz beim Gespräch bräuchten, stattdessen gab es einen Spuckschutz quer über den Tisch.
 



Er erläuterte uns zunächst das Vorgehen: er würde mit uns das letzte Angebot von der Vertragsunterschrift durchgehen und alle Punkte, zu denen Entscheidungen anstehen, mit uns durchsprechen. Das Protokoll und die Pläne mit den eingezeichneten Änderungen würden wir im Anschluss erhalten. Außerdem wird eine Nachtragsliste erstellt, aus der hervorgeht, welche Änderung welche Mehrkosten oder Kostenreduzierungen hervorrufen. Das Protokoll und die Nachtragsliste müssen von uns freigegeben werden. Im Protokoll werden die Punkte, die schon fix entschieden sind in Grün markiert, Rot sind alle Punkte, bei denen wir noch eine Entscheidung nach der Bemusterung treffen müssen, aber z. B. noch die Aufstellung zu den Mehrkosten für diese Entscheidung abwarten.

Also ging es los. Einen Punkt nach dem anderen gingen wir durch und waren nach insgesamt 4 1/2 Stunden fertig. Wie schon im Schreiben vorher angekündigt, haben wir die folgenden Punkte besprochen:
- Außenputz
- Dachpfannen (machen wir in Eigenleistung und hatten wir im Vorfeld schon ausgesucht)
- Dachüberstand
- Farbe der Fensterrahmen innen und außen sowie Ausführung der Terrassentür
- Größe, Positionierung und Öffnungsrichtung der Fenster
- Haustürmodell und Farbe
- Lage der Heizkreisverteiler je Etage
- Lage der Außenzapfstelle
- Vorwände und Aussparungen für die Sanitärinstallation
- Ausführung der Innenfensterbänke
- Treppe (Material, Oberfläche, Geländer und Deckenrandverkleidung)
- Innentüren (Farbe, Drückgarnitur, Größe, Positionierung und Öffnungsrichtung)
- Schornstein (Lage Rauchrohranschluss und Revisionsklappen)
- Beschattung: Farbe und Ausführung der Raffstores und Rollläden

Wir haben also direkt auch ein paar Themen abgehakt, die eigentlich erst bei der zweiten Bemusterung fällig gewesen wären...was wir haben, haben wir.

Letztendlich sind so ein paar Punkte zusammengekommen, bei denen Mehrkosten entstehen werden: Dachüberstand mit Pfetten (reine Holzverschalung ohne Pfetten ist im Standard enthalten), zwei Fensterbänke zusätzlich, niedrige Schwelle der Terrassentür und Ausführung ohne Mittelpfosten, Fensterkontakte für jeden Fensterflügel (à 75 €), Ausführung der Haustür innen weiß und mit längerem Griff, eine Innentür mit Scheibe, Rollläden farbgleich zu den Raffstores in Anthrazit.

Im Gegenzug gibt es ein paar wenige Punkte, wo wir günstiger werden: die Küchenfenster werden etwas kleiner (damit sie erst 15 cm oberhalb der Arbeitsplatte beginnen), das Stahlausgussbecken und die Armatur für den HWR entfällt (da wir hier selber eine Arbeitsplatte mit Spülbecken installieren werden).

Jetzt sind wir gespannt auf die Nachtragsliste mit den Kosten sowie zwei Visualisierungen zur Treppe und zur Haustür, denn ein paar Punkte sind bei uns noch rot zur Entscheidung: der Dachüberstand mit den Pfetten, die Haustür (wir möchten gerne wissen, wie das Haus mit einer roten Tür aussieht), die Treppe (da möchte wir eine Variante sehen, bei der nur die Wandwange weiß und der Rest Buche Rotkern ist).

Bisher ist die Planung für die Optik außen wie folgt: Putz weiß 2 mm Körnung, Dachpfannen altschwarz, Fenster, Fensterbänke, Beschattung, Dachüberstand mit Pfetten sowie die Haustür und die Sockelleiste anthrazit. Im Katalog von Isowood gibt es ein sehr ähnliches Haus, das dem sehr nahe kommt von der Farbkombination her:


Natürlich haben wir auch ein paar Hausaufgaben mit nach Hause bekommen. Es gibt ein paar Details, die wir mit dem Bezirksschornsteinfeger klären müssen, wir müssen uns eine neue Lösung für die Beleuchtung der Treppe überlegen, da die seitlichen Spots an der Außenwand nicht angebracht werden können (hier geht nur Aufputz wegen der Dämmung) und wir müssen über die Größe des Spiegels im Bad im OG entscheiden, da dieser direkt in die Vorwand eingelassen wird. Zu den letzten beiden Punkten hier zwei Fotos, wie wir uns das vorstellen/vorgestellt haben.


Und jetzt geht es wie folgt weiter: Frau Willerscheid wird sich bei uns melden (hat sie am Freitag direkt getan), um alle notwendigen Unterlagen für den Bauantrag abzustimmen. Dazu gehören dann die Unterlagen des Vermessers, des Bodengutachtens, der Versorger sowie falls bereits vorhanden Pläne zu Küche, Carport und/oder Garage. Wir sind gespannt, wann der Bauantrag fertig ist zum Einreichen :)

Der zweite Bemusterungstermin wird in ca. 3 Monaten stattfinden.

Montag, 18. Mai 2020

2. Besuch der Fertighauswelt in Wuppertal


Am Samstag waren wir ein zweites Mal in der Fertighauswelt in Wuppertal - als Vorbereitung auf unsere erste Bemusterung am 03.06.2020.

Trotz Corona ist der Besuch unter bestimmten Sicherheitsmaßnahmen wieder möglich. So muss zum Beispiel in den Häusern ein Mundschutz getragen werden, es darf nur eine begrenzte Anzahl an Besuchern in den Park und es sind nur vier Besucher pro Musterhaus gleichzeitig erlaubt.

Wir haben den Besuch genutzt, um uns Inspiration zu ein paar Punkten zu holen und ein paar offene Fragen zu klären. In den Häusern haben wir uns insbesondere die folgenden Schwerpunkte angeschaut:
  • Außenputz
  • Dachüberstand und farbliche Gestaltung
  • HWR/Technikraum: Mehrspateneinführung, Schaltschrank, Platzbedarf Heizung
  • Desing-Varianten Haustüren
  • Designvarianten Innentüren
  • Bodenbeläge (wir planen im OG Laminat, im EG im Flur, der Küche und im WC Vinyl und im Wohn-/Essbereich Echtholzparkett)
  • Fensterbänke innen
  • Fensterbänke außen

Der Besuch war definitiv sehr hilfreich, da wir bei der ersten Bemusterung bereits Entscheidungen zu vielen von diesen Punkten treffen müssen. 

Außerdem hat sich bei dem Besuch nochmal unsere Entscheidung mit Isowood zu bauen bestätigt. Kein anderer Hersteller schafft den KfW-40-Standard ohne Lüftungsanlage. Die ökologische Bauweise hebt Isowood von der Konkurrenz ab.

Im Isowood-Musterhaus konnte Herr Benscheidt uns dann auch noch eine spannende Frage beantworten. Vielleicht ist der ein oder andere von euch auch schon darüber gestolpert, wenn ihr mit Isowood baut. Man muss besondere Vorschriften bei dem Anschluss des Wohnhauses an das Außengelände (Sockeldetail) besondere Anforderungen beachten. Die Anfüllung der Erde um das Haus herum muss mindestens 15 cm unterhalb der Oberkante der Bodenplatte enden.  Es muss eine Abtropfkante für Regenwasser von der Fassade vorhanden sein. Diese Information findet sich in den Allgemeinen Hinweisen zum Bau. Dort ist auch die folgende Abbildung zu sehen:


Lösung mit Stufe

Lösung ebenerdig

Wir wollten uns nun vor Ort ein Bild davon machen, wie diese beiden Varianten umgesetzt werden können und dann am Ende aussehen. Herr Benscheidt hat uns die beiden Varianten am Haus erklärt und wir gehen deutlich beruhigt nach Hause, weil diese Varianten für uns jetzt nachvollziehbar und umsetzbar sind. Bei der Haustür und auf der Terrassenseite werden wir die ebenerdige Variante umsetzen, dazu bedarf es eines Drainageschachts mit Gitterrost zwischen Erdreich und Fundament/Bodenplatte. In den restlichen Bereichen wird die Variante mit Stufe/niedriger Anfüllung mit Erdreich umgesetzt.

Also alles in allem ein sehr erfolgreicher Tag!

Donnerstag, 7. Mai 2020

Darf es ein bisschen Intelligenz sein?

Für unser Zuhause gerne!

Soweit so gut. Bis dahin ist es ein langer Weg. Man stellt sich unter anderem die folgenden Fragen:
  • Welches System wollen wir einsetzen?
  • Was können/wollen wir selber machen?
  • Was wird das kosten?

Auf dem Weg zu den Antworten haben wir eine Menge gelernt. 

Zur ersten Frage: Wir haben uns für das KNX-System entschieden aus den folgenden Gründen/wegen der folgenden Vorteile:
  • bereits lange am Markt (seit den 90er-Jahren) und ist somit ein etabliertes und weit entwickeltes System
  • ein allgemeingültiger Standard (Europäische Installationsbus EIB)
  • Wettbewerb im Bereich der Komponenten, über 400 Anbieter, das bedeutet eine große Auswahl und (relativ) gute Preise
Zur zweiten Frage: gerne so viel wie möglich, aber zumindest die Elektrovorinstallation, sprich Kabel ziehen und Komponenten anschließen.

Und was kostet uns der Spaß? Für eine Standardelektroinstallation haben wir von Isowood den Anhaltspunkt 6.000-7.000 € für das Material bekommen. Für das KNX-System gehen wir von mindestens dem Doppelten aus. Dazu weiter unten mehr...

Im ersten Anlauf haben wir unseren Elektrotechniker des Vertrauens um ein Angebot gebeten. Dieser arbeitet mit Hager KNXeasy. Für uns erst mal soweit in Ordnung, wir wussten auch noch nicht genau, was das bedeutet und was für Konsequenzen das hat. Wir haben dann relativ schnell festgestellt, dass durch die Abbildung über KNXeasy von domovea keine anderen Komponenten genutzt werden können als die von Hager. Die Komponenten von Hager sind zwar KNX-ETS fähig, jedoch sind die Komponenten anderer Hersteller nicht KNXeasy-fähig. Dadurch wird der oben genannte Vorteil von KNX ausgehebelt: die Auswahl schränkt sich durch die Anwendung von KNXeasy auf Hager-Komponenten ein und der Preis steigt zwangsläufig. Wir landeten bei dem Angebot locker bei dem vier- bis fünf-Fachen der Standardelektroinstallation. In dem Angebot war auch die Programmierung enthalten, bei der man durch Eigenleistung sicher nochmal Geld sparen könnte. Leider war ein Ausschlusskriterium, welches gegen unseren Bekannten sprach, dass er die Programmierung in jedem Fall selber machen wollte, eine Durchführung durch uns selber lehnte er ab. Daneben blieb das Ausschlusskriterium, dass er nur mit KNXeasy arbeitet. Dieses Angebot war somit raus und wir beschäftigten uns selber damit Komponenten zu vergleichen und ein Raumbuch anzulegen. 

Wir haben  uns eingelesen und Tutorials geschaut und ganz viel Unterstützung von unserem Schwager bekommen, der KNX auch bei dem Umbau seines Elternhauses einsetzten will.
Natürlich brauchen wir trotzdem einen Partner, der den Schaltschrank dimensioniert, den Hausanschluss, den Anschluss der Heizung, die Verkabelung im Schaltschrank macht sowie die End-Abnahme. Wir orientierten uns wieder lokal und entschieden uns ein Angebot bei Elektrotechnik Meschede aus Werdohl einzuholen.
Im ersten Gespräch mussten wir erst einmal klar stellen, wie der Aufbau unseres Hauses aussieht, da die Firma Meschede bisher für kein vergleichbares Objekt eine Elektroinstallation durchgeführt hat. Außerdem gingen wir das Raumbuch und die Pläne nochmal im Detail durch und stimmten mit dem Projektbetreuer ab, dass wir die Verkabelung, den Anschluss der Komponenten sowie die Programmierung der KNX-Anlage selber machen wollen. Im Anschluss haben wir ein Päckchen Hausaugaben mitgenommen. Für das Angebot benötigt die Fa. Meschede eine genaue Aufstellung, was wir wo einsetzten möchten, also wie viele Steckdosen, welche Multimediaanschlüsse, welche Art von Beleuchtung, wo wir welche Beschattung haben, welche Melder, Kontakte (z. B. Fenster- oder Türkontakte), Sensoren (z. B. Wetterstation, Raumtemperatursensoren) und Bedienelemente wir einsetzten möchten. Also haben wir uns an die Arbeit gemacht und die einzelnen Komponenten ausgewählt und alle Informationen zusammengestellt. Jetzt heißt  es warten auf das Angebot. In der Zwischenzeit werden wir uns noch weiter mit dem Thema beschäftigen... Youtube ist eine gewaltige Hilfe...